Tipps zur Optimierung
Faszinierende Unterwasser-Aufnahmen dank Scuba Image
Bei Ihrem Tauchgang sah alles noch so beeindruckend aus, doch die Fotos am Bildschirm können nicht überzeugen. Farblose und eher matte Bilder. Das liegt einfach daran, dass Ihre Kamera von Licht lebt. Wasser absorbiert jedoch mit zunehmender Tiefe das Licht, abhängig vom Spektrum. Zunächst werden dabei die Rot-Töne gefiltert. Das führt oftmals zu einem Blau- oder Grünstich in der Aufnahme. Je tiefer es geht, umso stärker fällt der Farb- und Helligkeitsverlust aus. Hier setzt Scuba Image an, und hilft bei der Optimierung Ihres Bildmaterials.
Grundlegendes
Die Algorithmen der Software sind auf die die physikalischen Gesetzmäßigkeiten der Lichtbrechung und –trübung Unterwasser ausgerichtet. Der ganz natürliche Farb- und Helligkeitsverlust wird in wenigen Schritten mit einigen automatischen Funktionen verbessert. Wir führen Sie durch das Programm und zu faszinierenden Unterwasser-Aufnahmen.
Produktinformation: Sie können Scuba Image direkt auf unserer Website bestellen. Das Programm ist für Windows erhältlich. Sie haben dabei die Auswahl zwischen der Software als Produkt oder einem Direkt-Download.
Nach dem Start von Scuba Image werden Sie feststellen, dass die Oberfläche in drei Bereiche aufgeteilt ist: Liste, Ansicht und die Ausgabe. Im Bereich Liste werden die Aufnahmen aufgelistet, die Sie optimieren möchten. Das könnte ein einzelnes Foto sein oder gleich der Inhalt eines ganzen Ordners. Klicken Sie je nach Ziel auf den Button Datei öffnen oder Ordner öffnen, wobei Sie dann noch alle Unterordner mit einbeziehen könnten.

Unter Ansicht sehen Sie eine Vorschau, die Sie leicht anpassen können. Über die ersten drei Buttons haben Sie die Möglichkeit, dass Bild einzeln anzeigen zu lassen, eine Dual-Anzeige aufzurufen, bei der jeweils das Original und das optimierte Bild angezeigt werden, sowie einer Split-Anzeige, bei der Sie Ihr Original und die optimierte Version in der Bildmitte getrennt ansehen können, für einen schnellen Vergleich.
Bei der Einzelanzeige erscheint über dem Foto ein großer Button, der beim Anklicken und Halten der Taste das Original aufruft, auch um in dieser Anzeigenart schnell gemachte Einstellungen und damit verbundenen Verbesserungen überprüfen zu können.

Auf der rechten Seite sind drei weitere Buttons zu sehen, um die Anzeige der Vorschau zu verfeinern. Der erste Button ist schon aktiviert und sorgt für die komplette Anzeige des Bildes in der Vorschau. Der zweite Button passt die Bildfläche an die Breite an und der letzte Button stellt eine 1:1-Ansicht dar, bei der Sie mit der Maus die Fläche durch Anklicken und Halten der Maustaste verschieben können.
Im Bereich der Ausgabe sehen Sie die Einstellungsoptionen Ausgabeformat, Ausgabequalität (nur bei JPEG), Auflösungseinstellungen, Optimierungseinstellungen und das Ausgabeverzeichnis. Wie Sie damit eine Aufnahme im Detail optimieren, beschreiben wir in dem folgenden Kurzworkshop.

Der Weg zur beeindruckenden Unterwasserwelt
Befüllen Sie die Liste mit einem oder mehreren Fotos über die Buttons Datei öffnen oder Ordner öffnen. Ein Doppelklick auf eines der Bilder zeigt dieses als Vorschau an, wo Sie die Ansicht über die oben vorgestellten Buttons regeln können. Falls Ihre Aufnahmen recht unterschiedlich sind, sollten Sie in diesem Bereich Einzeln optimieren abhaken.
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Auch haben Sie die Option, dass Foto zu drehen, gemachte Einstellungen auch auf alle anderen Bilder zu übernehmen oder zum vorherigen oder nächsten Bild aus der Liste zu springen.

Im Bereich der Ausgabe wählen Sie zunächst das Format für den Export aus. Bei BMP haben Sie keine weiteren Einstellungsmöglichkeiten, aber bei JPEG können Sie die Qualität festlegen, wobei ich 100% empfehlen möchte. So kommt es zu keinem (sichtbaren) Qualitätsverlust. Übrigens wird beim Import zusätzlich noch TIFF unterstützt.

Möchten Sie die Auflösung, oder genauer die Bildgröße, anpassen, so setzen Sie ein Häkchen an der entsprechenden Stelle und legen die Ausgabegröße fest, die von 2560 x 1080 bis 640 x 480 Pixel reicht. Bei dieser Skalierung wird eine bikubische Routine eingesetzt. Dabei bleibt die Schärfe eines Bildes erhalten und es bilden sich weniger Artefakte. Die Punkte Auffüllen, Beschneiden und Strecken helfen noch dabei, auf das Originalformat zu reagieren und die Größenumsetzung daran angepasst umzusetzen.

Bilder optimieren hält weitere Optionen bereit. So etwa Automatisch optimieren, wobei Scuba Image automatisch die Parameter zur Optimierung festlegt. Die Software rechnet dann anhand des Bildes individuell die wahrscheinliche Tauchtiefe aus. Entspricht das Ergebnis noch nicht Ihren Vorstellungen, deaktivieren Sie die Option und stellen den Tauchtiefenregler manuell ein. Die Auto-Farbe hilft noch, Farben kräftiger wirken zu lassen.

Bevor Sie die Bearbeitung mit dem Button auf der rechten Seite für alle Aufnahmen in der Liste starten, sollten Sie unten auf der linken Seite noch den Pfad zu einem Ordner angeben, in dem Sie Ihre optimierten Bilder ablegen möchten. Ein Pfad ist dort schon vorgegeben. Diesen können Sie ändern, in dem Sie den aktuellen Pfad anklicken. Wenn Sie nur das gerade ausgewählte Bild speichern wollen, klicken Sie bitte in der oberen Menüleiste auf Datei und dann auf Datei speichern.

Übrigens: Um aus der Liste ein Bild zu löschen, klicken Sie im Menü auf Bearbeiten > Aus der Liste löschen. Im Menü finden Sie unter dem Punkt Extras auch Updates suchen, um die Software auf dem neuesten Stand zu halten, und die Einstellungen, wo sie u.a. automatische Updates zulassen könnten.

Rauschen und Schwebeteilchen abschwächen mit Photoshop
Unterwasser kommt es aufgrund der Lichtverhältnisse zu einem erhöhten Rauschen. Schwebeteilchen im Wasser sorgen noch weiter dafür, dass feine Störungen im Bild zu sehen sind. Diese können Sie sehr leicht abmildern.
Nachdem Sie die mit Scuba Image verbesserte Aufnahme in Photoshop geöffnet haben wechseln Sie von der RGB- in die Lab-Farbe. Gehen Sie dazu über das Menü und Bild > Modus. Zusätzlich wechseln Sie von der Ebenen- in die Kanäleansicht.

Aus den a- und b-Kanälen wählen Sie den Kanal aus, der das stärkste Rauschen zeigt. Klicken Sie auf Filter > Weichzeichnungsfilter > Selektiver Weichzeichner und stellen Sie den Radius und Schwellenwert so ein, dass das körnige Rauschen abgemildert wird. Die Qualität sollte dabei auf Hoch stehen.

Ist nur ein sehr feines Rauschen zu sehen wenden Sie besser den Filter > Rauschfilter > Rauschen reduzierenan. Experimentieren Sie mit den Einstellungsmöglichkeiten von Stärke und Details erhalten.

Der oberste Kanal steht für die Helligkeitswerte im Bild. Hier bietet es sich an, den Kontrast etwas anzugleichen. Nutzen Sie dazu bitte Bild > Korrekturen > Helligkeit/Kontrast oder die Gradationskurven. In diesem Kanal schärfen Sie auch das Bild über Filter > Scharfzeichnungsfilter > Unscharf maskieren mit den Einstellungen Stärke 300% bis 500%, Radius 0,2 bis 0,3 Pixel und einem Schwellenwert von 0 bis 1 Stufe, je nach Bildinhalt und -größe. Wechseln Sie wieder zurück in den RGB-Modus über das Menü und Bild > Modus.


Dirk Metzmacher
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