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Auch wenn ich nicht der grösste Fan davon bin, ständig nach den "Regeln" der Fotografie zu arbeiten, empfinde ich es doch als sinnvoll, diese zu kennen. Vielleicht auch nur deshalb, um die Regeln zu brechen. Denn das genaue Gegenteil könnte einen schönen Kontrast setzen. Bei der Landschaftsfotografie sind vier Regeln des Bildaufbaus bekannt. Sinnvoll sind diese Regeln zum Beispiel, um den Betrachter auf einen bestimmten Punkt zu lenken.
1. Geometrie
Eine einfache Möglichkeit, wichtige Punkte in einer Landschaft hervorzuheben, ist die Geometrie. Deren Grundformen, wie etwa Dreiecke, welche die Wegseiten eines Ackers bilden, gilt es hervorzuheben. Sie sollten es mit dieser Technik jedoch nicht übertreiben, da sonst Langeweile entstehen könnte. Allerdings entsteht bei dem Schwerpunkt auf diese Formen auch der Eindruck von Gleichgewicht und Einheit im Foto. Der ausbalancierte Mittelweg führt zu solche sehenswerten Ergebnissen.
2. Diagonale Linien
Mit diagonalen Linien ist es leicht möglich, dass menschliche Auge durch das Bild zu führen. Die einzelnen Linien müssen dabei nicht wirklich einen ganz geraden Strich bilden. Sie können sich in der Form von Wegen, Mauern oder einem Fluss wiederfinden. Dieser Trick wird umso wirksamer, wenn es sich um zwei oder mehr „stürzende“ Linien handelt, die im Bild zu sehen sind, etwa wie bei diesen Wolkenkratzern.
3. Der goldene Schnitt
Der goldene Schnitt beschreibt die Teilung einer Strecke in zwei Abschnitte. Der kleinere Abschnitt verhält sich dabei zum größeren wie der größere Abschnitt zur gesamten Strecke. Das klingt sehr theoretisch, doch diese "Teilung nach dem äußeren und mittleren Verhältnis" verleiht dem Gesamtwerk einen harmonischen Eindruck. Dieses Verhältnis könnten Sie berechnen oder auch einfach nur Ihrem Gefühl vertrauen.
4. Im Rahmen
Wird das eigentliche Motiv eingerahmt, so wirkt der Bildaufbau weitaus interessanter. Es geht hierbei jedoch nicht um echte Bilderrahmen, sondern um Elemente in der Natur, die einen Rahmen andeuten. Das folgende Beispiel zeigt etwa ein eher "normales" Motiv. Einen gewissen Charme erhält es erst durch die Äste, die in das Foto hinein ragen und es damit etwas einrahmen. Sie könnten aber auch eine Brücke, ein Schild oder weitere Elemente nutzen, die sich gerade anbieten.

Michael Rutsch
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