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Fotografie Allgemeine Bildbearbeitung
Optische Täuschung
Amnesty International überraschte kürzlich mit einer »interaktiven« Kampagne. Unter den Namen „See no evil?“ veröffentlichte das Unternehmen verschiedene Plakate mit berühmten Persönlichkeiten.
Beim einfachen Hinsehen kann der Betrachter allerdings nicht erkennen, um wen es sich handelt. Schaut er aber länger hin, wird das Bild plötzlich sichtbar. Diesen Effekt können Sie in Photoshop gestalten.
Das Original
In den Farben der Hilfsorganisation Schwarz auf gelben Grund zeigen die Plakate neben dem Schriftzug „See no evil?“ einen schwarzen Fleck mit rotem Punkt, der die Aufmerksamkeit des Betrachters auf sich ziehen soll. Hat dieser sich etwa 20 Sekunden auf das Bild konzentriert und schaut dann weg auf andere Fläche wie etwa eine weiße Wand, sollte er das Negativ gut erkennen können: Einen »Teufel in Menschengestalt«. Weitere Plakate könne Sie auf der Website adsoftheworld.com betrachten.

Grundlage
Zum Anfang dient uns ein leeres, neues Dokument als Grundlage.Die Hintergrundebene wird mit einer hellen Farbe aufgefüllt. Sehr gut funktiniert ein helles Gelb wie etwa #ffee22 (RGB 255, 238, 34). Sie können aber auch eine beliebige andere helle Farbe wählen. Das Bild von der Person oder der Szene, die Sie für den Effekt verwenden möchten, wird geöffnet und per Drag & Drop in das Dokument gezogen. Mit Strg+T oder über »Bearbeiten ↔ Transformieren ↔ Skalieren« kann die Ebene schnell in die gewünschte Größe gebracht werden. Ich habe an dieser Stelle ein Bild der Mona Lisa verwendet.

Schwarz-Weiß-Umwandlung
Um nun den gewünschten Effekt zu erzielen muss das Bild in eine Schwarzweiß-Aufnahme umgewandelt werden. Dies erreichen Sie gut über »Bild ↔ Anpassungen ↔ Schwellenwert«. Im sich öffnenden Dialog haben Sie die Option, Bereiche des Bildes in den schwarzen oder in den weißen Bereichen zu verschieben. Der Effekt funktioniert, wenn die Kontur schwarz und die inneren Bereiche wie etwa die Haut oder Hände weiß sind. Dabei sollten Sie vorsichtig vorgehen, um nicht zu viele Details zu verlieren. Vor allem die Augen, die Nase und der Mund sollten gut erkennbar bleiben.

Nachzeichnen
Stellen Sie die Füllmethode der Ebene von »Normal« auf »Abdunkeln« um. Dadurch nehmen die weißen Bereiche des Bildes die Farbe des Hintergrundes an. Das Bild, das jetzt zu sehen ist, ist das Endprodukt (also das Bild, das man den Betrachter sehen lassen möchte). Ich verwende an dieser Stelle einen Gaußschen Weichzeichner mit einem Radius von 0,5 Pixel, um die etwas verpixelten Kanten weich zu zeichnen. Erstellen Sie eine neue Ebene über Umschalt+Strg+N unterhalb der Bildebene und malen Sie mit dem Pinsel-Werkzeug einen Rahmen um das Bild. Versuchen Sie dabei die Konturen der Person ungefähr nach zu zeichnen.














