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Fotografie - Grundwissen - Blitz

 

Kurze Tipps für automatische Blitzaufnahmen

Kameras mit integriertem Blitz bieten einige Funktionen, mit denen sich Blitzlichtaufnahmen leichter realisieren lassen. Die drei immer verfügbaren Funktionen sind die Rote-Augen-Reduktion, die Blitzsynchronisation mit langen Verschlusszeiten (wird oft als Slow-Sync bezeichnet) und das Blitzen auf den 2. Verschlussvorhang.

 

 

Rote-Augen-Reduktion

Stellen Sie die Blitzfunktion zur Rote-Augen-Reduktion über das Kameramenü oder einen Knopf am Gehäuse ein, werden durch einen Vorblitz oder das Aufleuchten einer Zusatzlampe die Pupillen der Porträtierten dazu bewegt, sich zu schließen.

Die gefürchteten roten Augen treten nämlich immer dann auf, wenn in dunkler oder wenig beleuchteter Umgebung fotografiert wird, die Pupillen der Porträtierten wegen der Dunkelheit weit geöffnet sind und das Licht direkt von vorn auf die Pupillen trifft.

 

Man sieht an den harten Schatten und der völlig eingefrorenen Bewegung, dass hier geblitzt wurde.Je nach Kameramodell sind die Techniken zum Reduzieren des Effekts unterschiedlich.

 

Von manchen Kameras werden mehrere kurze Vorblitze abgefeuert, andere senden einen kontinuierlichen Lichtstrahl über eine kleine Zusatzlampe am Gehäuse aus.

Welche Methode auch immer zum Einsatz kommt, die Gefahr roter Augen wird in jedem Fall reduziert, kann aber nicht hundertprozentig ausgeschlossen werden.

 

 

 

 

 

 

 

Blitzen bei Nachtaufnahmen

Die Blitzsynchronisation mit langen Verschlusszeiten ist dann gefragt, wenn Sie bei geringer Beleuchtung nicht nur das Hauptmotiv, sondern auch den Hintergrund richtig belichtet zeigen möchten.

Fotografieren Sie mit einer kurzen Verschlusszeit wie 1/125 sek mit Blitz, wird alles in der Nähe durch den Blitz aufgehellt. Ein dunkler Hintergrund, z. B. ein abendliches Strandpanorama, bleibt bei einer so kurzen Verschlusszeit aber dunkel.

 

Stellen Sie an der Kamera manuell eine längere Verschlusszeit ein oder verwenden Sie das Nachtprogramm, wird durch die lange Verschlusszeit der Hintergrund richtig belichtet, während der Vordergrund vom Blitz aufgehellt wird. Wegen der längeren Verschlusszeit benötigen Sie in solchen Situationen ein Stativ, außerdem sollten Sie die zu fotografierenden Personen bitten, sich während der Aufnahme nicht zu bewegen, um nicht in Bewegungsunschärfe zu verschwimmen.

 

Blitzen auf den 2. Verschlussvorhang

Beim Blitzen auf den 2. Verschlussvorhang geht es ebenfalls um lange Verschlusszeiten bei schlechter Beleuchtung. Fotografieren Sie ein sich bewegendes Motiv mit langer Verschlusszeit im Dunkeln mit Blitz, wird der Blitz normalerweise am Anfang der Belichtungszeit abgefeuert.

 

Die Frau wurde mit Blitzlicht und langer Verschlusszeit aufgenommen. Der Blitz friert das Motiv ein, während die kreisförmige Bewegung der Kamera während der relativ langen Verschlusszeit von 1/13 sek die Schlieren erzeugt.Der Beginn der Bewegung wird also vom Blitz aufgehellt, und die weitere durch unscharfe Schlieren gezeigte Bewegung wird ebenfalls noch von der Kamera erfasst.

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