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Grundlagen-Wissen - Geotagging

 

So funktioniert Geotagging

„Geocoding" (Geokodierung) bezeichnet den Vorgang, einen Datensatz/ein Foto mit raumbezogenen Referenzinformationen zu versehen. Kurz - Geocoding ist die Zuweisung einer Koordinate.

 

Beim Geotagging werden digitalen Fotos zusätzliche Informationen zum Aufnahmeort hinzugefügt. Andere Begriffe, die als Synonyme verwendet werden, sind „Georeferenzierung", „Geokodierung", „Verortung" oder „Geo-Imaging".
Geotagging ist ein zusammengesetztes Wort. Der erste Teil „Geo" steht für Geografie, der Wissenschaft von der Erdoberfläche. Der zweite Wortteil stammt vom Begriff „Tag" aus dem Bereich der Informatik. Tag bedeutet so viel wie Auszeichner, Anhänger oder Etikett.

 

Karte mit Standort N 58° 11.0855’ W 4° 30.6831’ 221 m über NN Kartenansicht der Landschaft nahe Rhian, Schottland, Großbritannien.Darunter versteht man die Anreicherung eines Datensatzes mit weiteren Informationen. Die Information zum Aufnahmeort kommt entweder aus dem Gedächtnis des Fotografen oder automatisiert von einem System zur Positionsbestimmung wie etwa GPS. Grundlage für Ortsinformationen bildet die geografische Koordinate, die sich aus Längengrad und Breitengrad zusammensetzt.

 

Diese Information wird als Tag in den Metadaten des Bildes abgelegt. Weitere Informationen zum Aufnahmeort sind die Höhe und im Idealfall eine kurze Bildbeschreibung. Zusatzinformationen sind z. B. Land, Bundesland, Gemeinde und Ort.

 

 

Der Vorteil der Angabe des Orts in Koordinaten ist, dass es sich um ein international verständliches System handelt. Egal welche Sprache auf dem Computer des Nutzers verwendet wird, Koordinaten sind überall verständlich und eindeutig. Somit eignen sie sich hervorragend für automatisierte Systeme.

 

Zusätzliche Tags können in Form von Metadaten in Digitalfotos integriert werden, ohne dass der Betrachter diese Informationen beim Anschauen des Bildes wahrnimmt. Mithilfe spezieller Software ist es möglich, diese standardisierten Zusatzinformationen auszulesen.

 

Geografische Koordinaten

Mit der geografischen Länge (Longitude) und Breite (Latitude) lässt sich jeder Punkt auf der Erde eindeutig beschreiben. Die Erde wird dazu vom Äquator ausgehend in 90 nördliche Breitengrade und 90 südliche Breitengrade unterteilt. Die Pole liegen somit auf 90° Süd bzw. 90° Nord. Senkrecht dazu schneiden die Längengrade. Die Rechnung beginnt vom willkürlich definierten Nullmeridian in Greenwich. Die Teilung von diesem Längengrad aus ergibt 180 östliche Längengrade und 180 westliche Längengrade.

 

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