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Digitale Fotografie: Grundwissen

 

Belichten, aber richtig

Die Grundlage für ein optimales HDR-Bild ist eine Belichtungsreihe, doch auch die einzelnen Bilder sollten stets, dem jeweiligen Motiv entsprechend, optimal belichtet sein. Dank moderner Technik besitzt Ihre Kamera unterschiedliche Messverfahren zum Bestimmen der richtigen Belichtung, jedoch ist diese nicht unfehlbar. Um an geeigneter Stelle Hand anlegen zu können, sollten Sie wissen, wie Ihre Kamera arbeitet.

 

Die heutigen Digitalkameras berechnen die Belichtung durch das verwendete Objektiv, eine sogenannte TTL-Messung (Through The Lens). Die häufigsten TTL-Messverfahren sind die Integralmessung, die Matrixmessung sowie die Spotmessung.

 

Integralmessung - gleichmässige Belichtung

Über mehrere Messpunkte, die gleichmäßig über den Bildbereich verteilt sind, wird bei der Integralmessung die optimale Belichtung errechnet.
Eine Erweiterung dieser Messmethode ist die mittenbetonte Integralmessung. Diese Berechnung erfolgt in gleicher Weise, jedoch werden die Messpunkte im mittleren Bildbereich stärker gewichtet. Für die meisten Situationen sind Sie mit der mittenbetonten Integralmessung gut bedient, da die anvisierten Objekte stets korrekt belichtet werden, auch wenn diese sich vor sehr hellen oder dunklen Hintergründen befinden.

 

Matrixmessung - die bessere Integralmessung

Die Matrixmessung oder Mehrfeldmessung ist wiederum eine Erweiterung der Integralmessung.


Die Zonen der Mehrfeldmessung im Vergleich: links Canon EOS 400D, rechts Canon EOS 1D Mark IIDer Bildbereich wird in Zonen aufgeteilt, und je nach Lage im Bildbereich werden diese bei der Berechnung unterschiedlich stark gewichtet. Zusätzlich zu den Helligkeitswerten berücksichtigen heutige Digitalkameras bei der Berechnung die Farbverteilung, die Objektentfernung und die Brennweite des Objektivs.

 

Die gemessenen Werte werden mit bereits in der Kamera gespeicherten Situationen verglichen, und die Belichtung wird an die erkannte Motivsituation angepasst. Auf diese Art und Weise deckt die Kamera eine Vielzahl von Aufnahmesituationen ab.
Fotografen stehen dieser Messmethode eher skeptisch gegenüber, da aufgrund der komplexen Berechnungen mögliche Fehlberechnungen der Belichtung schwer nachzuvollziehen sind. Der Integralmessung ist diese Methode in punkto Zuverlässigkeit vorzuziehen.

 

Spotmessung - Punktgenau

Die flexibelste und zugleich fehlerträchtigste Messmethode ist die Spotmessung. Da hier nur in einem sehr kleinen Bereich um den Mittelpunkt des Bildfelds gemessen wird, kann ein unüberlegtes „Zielen und Abdrücken" zu Fehlbelichtungen führen.

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