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Bildbearbeitung - HDR - Grundlagen

 

Belichtungsreihen für HDR-Bilder

Da die handelsüblichen Kameras von sich aus keine HDR-Bilder erzeugen können, ist es notwendig, mehrere LDR-Bilder anzufertigen, die dann von der HDR-Software in ein HDR-Bild umgerechnet werden. Diese Bilder nennt man Belichtungsreihen, da sie aus einer Reihe von Bildern bestehen, die mit unterschiedlichen Belichtungseinstellungen angefertigt wurden.

 

 

Diese Belichtungsreihen werden bei der HDR-Erstellung zusammengerechnet, und dabei werden aus den verschiedenen Bildern immer die Teile verwendet, die Zeichnung haben.

 

Belichtungsreihe aus drei BildernUm nun ein vollständiges HDR zu bekommen, benötigen Sie als Grundlage Bilder, die in Summe den gesamten Belichtungsbereich des Motivs abdecken.

Daher muss jeder einzelne Bildpunkt mindestens einmal, besser zweimal, in seiner natürlichen Farbe auftauchen, das Histogramm muss also schrittweise durch den gesamten Bereich wandern, sodass zum Schluss mindestens eine Aufnahme dabei ist, bei der kein Licht ausgefressen, und eine, bei der kein Schatten in Schwarz abgesoffen ist.

 

 

Belichtungszeiten festlegen


Es gibt mehrere Möglichkeiten, unterschiedlich belichtete Bilder von ein und demselben Motiv anzufertigen. Die klassische Methodeist natürlich die Variation der Belichtungszeit. Dabei wird die Blende an der Kamera fixiert und lediglich die Belichtungszeit von Bild zu Bild geändert. Es gibt Kameras, die solche Belichtungsreihen (englisch: Bracketing) von Haus aus beherrschen. Nicht immer sind diese aber für ein HDR auch tatsächlich benutzbar.

 

Tone Mapping mit noch natürlicher AnmutungBei vielen Kameras sind lediglich Belichtungszeitvariationen um plus/minus einen Lichtwert möglich, für HDR zu wenig, aber immerhin besser als gar nichts.

Ideal sind Kameras, die fünf Belichtungen im Abstand von jeweils zwei Lichtwerten zulassen. Unbrauchbar sind Abstände von 0,7 Lichtwerten.

Mittlerweile gibt es einige Kameras, die sieben Belichtungen mit diesem Abstand anbieten. Das ist für HDR uninteressant.

 

 

Der Abstand von zwei Lichtwerten wird plausibel, wenn man sich die Histogramme ansieht. Erst durch diesen Abstand verschiebt sich der Belichtungsabstand so signifikant, dass neue Informationen für die HDR-Erstellung zur Verfügung stehen.

 

Extremes Tone Mapping mit der Photomatix Pro-Vorgabe GrungeGrößere Mengen an Belichtungen mit geringeren Abständen sorgen nicht für eine genauere oder bessere HDR-Erstellung, sondern im Gegenteil für eine höhere Fehlerquote.

Zudem steigt der Anteil der Mitteltöne im Vergleich zu den Tönen am unteren und oberen Rand, da ja bei jeder neuen Belichtung die bisherigen Mitteltöne nochmals abgelichtet werden - und zwar in einem Bereich, der als korrekt durchgehen kann.

 

 

Die Software hat also das Problem, zu entscheiden, welche der im Zweifelsfall drei oder vier Belichtungen der Mitteltöne nun korrekt ist oder eben nicht.

 

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