Fotografie - Tipps und Tricks - Geld verdienen
Stockfotografie - mit Fotos Geld verdienen
Möchten Sie mit Ihren Fotos Geld verdienen, müssen Sie nicht nur die richtigen Motive fotografieren, sondern auch eine hohe Qualität liefern. Voraussetzung dafür ist neben einer guten Ausrüstung auch das Wissen um die Anforderungen der Bildagenturen und wie Sie eventuelle Mängel erkennen und per Bildbearbeitung beheben.
Welches Einkommen Sie mit Ihren Bildern erzielen, hängt vor allem von folgenden Faktoren ab:
dem Aufwand, der Auswahl der Bildagenturen, der Anzahl der Bilder, die platziert werden sollen, und den Motiven, die Sie vorrangig fotografieren. Spätestens beim Verkauf der ersten Bilder kommt bei vielen Hobbyfotografen der Wunsch auf, aus dem Hobby einen Beruf oder Nebenjob zu machen. Ist das wirklich realistisch?
Vom Hobby zum Zweiteinkommen
Wer sein Hobby zum Nebenberuf machen möchte, braucht vor allem zweierlei: Beharrlichkeit und Geduld. Denn auch wer fleißig fotografiert, stets die richtigen Motive ablichtet und diese gut verschlagwortet, braucht eine gewisse Zeit, um ausreichend viele Bilder bei den Agenturen zu platzieren. Und selbst das ist keine Garantie für regelmäßige Verkäufe, denn wie bereits erwähnt: Es sind vor allem die Motive und die Qualität der Bilder, von denen alles abhängt.
Zudem ist in den letzten Jahren zu beobachten, dass natürlich immer mehr Hobbyfotografen ihre Bilder bei Bildagenturen anbieten. Das führt zu einer wahren Bilderschwemme, die dafür verantwortlich ist, dass natürlich heute viel mehr Bilder für akzeptable Umsätze notwendig sind als noch vor ein paar Jahren. Jedes einzelne Bild verkauft sich also weniger häufig. Umso wichtiger ist es, sich durch eine hohe Qualität aus der Masse der Bildanbieter abzuheben.
Wer bei 2.000 Bildern 1.500 Schmetterlinge zum Verkauf anbietet, geht in der Masse an guten Schmetterlingsbildern unter.
Wer aber die gleiche Menge an Bildern mit Menschen anbietet, vor allem Kinder und Frauen oder Männer bei der Arbeit (im Büro oder Betrieb, in der Werkstatt, auf der Straße etc.), wird aller Wahrscheinlichkeit nach sehr gute Umsätze machen, sofern die Rahmenbedingungen stimmen. Mehr dazu lesen Sie im Kapitel „Motivauswahl".
Und nicht vergessen: Neben der Anzahl der Bilder, die Sie bei Agenturen anbieten, spielt die Erfahrung eine entscheidende Rolle, die Sie brauchen, um herauszufinden, welche Bilder und Motive sich gut verkaufen.
Mein Tipp: Führen Sie eine Statistik, um herauszufinden, in welchen Bereichen die besten Verkäufe möglich sind.
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Kann man davon leben?
Diese Frage lässt sich pauschal nicht beantworten. Ein grober Anhaltspunkt: Ich halte Umsätze von 300 bis 600 Euro pro Monat nach etwa zwei Jahren für realistisch. Wer die richtigen Motive hat, schafft auf längere Sicht aber sicherlich deutlich mehr.
Bei mir hat die Lernphase fast drei Jahre gedauert. Diese Zeit habe ich gebraucht, um zum einen meine Bilder qualitativ zu verbessern, aber auch, um herauszufi nden, dass nicht jedes schöne Bild auch ein Bild ist, das sich gut verkaufen lässt. Alle diese Erfahrungen und Erkenntnisse sind in dieses Buch eingefl ossen, sodass Sie nun punktgenau die richtigen Motive wählen und ablichten können.
Kosten- und Zeitaufwand
Die Kosten für den Vertrieb halten sich in Grenzen: Außer einem schnellen Internetzugang und einem CD- oder DVD-Brenner brauchen Sie nicht viel, denn den PC werden Sie ohnehin haben, um die Fotos von der Kamera zu laden und eventuell zu drucken. Was bleibt, sind die laufenden Kosten für den Internetzugang.
Der Zeitaufwand schlägt schon eher zu Buche, denn es ist nicht damit getan, einfach auf den Auslöser zu drücken. Die Bilder müssen bearbeitet und optimiert werden. Sie müssen sie in irgendeiner Weise auf dem Computer organisieren, und vor allem müssen Sie die Bilder hochladen, beschriften und verschlagworten. Wie viel Aufwand das im Detail ist, hängt von der jeweiligen Bildagentur ab. Dennoch müssen Sie mindestens die gleiche Zeit für die Verschlagwortung und den Upload einplanen, die Sie auch zum Fotografieren und Nachbearbeiten benötigen.
Anforderungen der Bildagenturen
Ausschlaggebend für Ihren Verkaufserfolg ist, dass Sie Bilder in Qualitäten liefern, die von den Agenturen gefordert werden. Es gibt dabei einiges, was von Bildagentur zu Bildagentur unterschiedlich ist, aber es gibt auch den sogenannten kleinsten gemeinsamen Nenner, vor allem was die Bildgröße und die Qualität angeht. Bei den Motiven sieht es etwas anders aus, denn vieles ist in dem Bereich Geschmackssache.
Auflösung und Interpolation
Die meisten Bildagenturen geben die Mindestauflösung in Megapixel oder Megabyte (MByte) an. Der Unterschied besteht darin, dass sich die Megapixel aus Höhe mal Breite der Bilder, gemessen in Pixeln, berechnet. Dagegen gibt die Anzahl der Megabytes die Größe der unkomprimierten Bilddatei an. Wenn Sie also eine JPEGDatei haben, die komprimiert auf der Festplatte 2,5 MByte Platz beansprucht, kann sie unkomprimiert durchaus die geforderten 18 MByte vieler Bildagenturen erreichen.
Sie sehen die wahre Größe der Bilddatei, wenn Sie sie in einem geeigneten Bildbearbeitungsprogramm öffnen oder ins TIFF- bzw. BMP-Format konvertieren. Adobe Photoshop zeigt z. B. die Bildgröße am unteren Fensterrand des Bilds an. Bei den höheren Versionen sehen Sie die Bildgröße im Dialogfeld.
Generell gilt: Je größer ein Bild ist, desto besser lässt es sich verkaufen. Das liegt daran, dass die Bildgröße auch die maximale Druckgröße bei einer vorgegebenen Druckaufl ösung bestimmt. Je mehr Pixel das Bild hat, desto größer kann es später ohne Qualitätsverlust ausgedruckt werden.
Ein Beispiel: Für eine A4-Titelseite benötigt eine Werbeagentur ein Bild mit mindestens 6 Megapixeln. Bildagenturen, die Fotos ab 3 Megapixeln akzeptieren, sind deshalb mittlerweile dünn gesät und oft im Niedrigpreissektor angesiedelt. Heute fordern die meisten Bildagenturen Auflösungen von 8,5 Megapixeln und höher.
Die hochpreisigen Agenturen verlangen sogar 15 Megapixel Minimum.
Wichtig: Von einer nachträglichen Bildvergrößerung durch Interpolation, wie sie viele Bildbearbeitungsprogramme anbieten, rate ich ausdrücklich ab - selbst wenn für bestimmte Zwecke eine Interpolation durchaus brauchbare Ergebnisse bringen und bis zu einem Vergrößerungsfaktor von ca. 120 % auch qualitativ in Ordnung sein kann.
Alles richtig zu machen erfordert sehr viel Sachverstand. Bei Fehlern leidet die Qualität, und Kunden, die vermeintlich hoch aufgelöste Bilder gekauft haben, könnten schlimmstenfalls Schadensersatz geltend machen. Bildagenturen verbieten deshalb in aller Regel den Upload interpolierter Bilder.
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Helma Spona
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