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Fotografie - Know-how - Panorama

 

Absurde Bildwinkel mit Kugelpanoramen

Kugelpanoramen sind eigentlich 360-x-180-Grad-Panoramen. Auf dem Computer können sie als Animationen betrachtet werden, bei denen man in jede Richtung schwenken kann, gedruckt werden sie vorwiegend als Zylinderprojektion.

 

 

Kugelpanoramen werden in den meisten Fällen mit einem Fisheye-Objektiv gemacht. Das hat den simplen Grund, dass mit einem 8-mm-Fisheye lediglich 6 Bilder waagerecht und je ein Bild oben (Zenitbild) und unten (Nadirbild) notwendig sind, sich also der Aufwand sowohl vor Ort als auch in der Nachbearbeitung in Grenzen hält.

 

Normales PanoramabildPrinzipiell kann man natürlich auch mit einem 14-mm-Objektiv Kugelpanoramen herstellen - sie verlangen dazu allerdings die Kleinigkeit von 55 Bildern: 5 Reihen mit je 11 Bildern. Das entsprechende Stitchen ist eine Arbeit für Fotografen mit starken Nerven.

 

 

Worauf man beim Shooting achten muss

Fotografieren Sie zuerst mit je 60 Grad Abstand sechs waagerechte Bilder im Hochformat. Sechs Bilder sind das Minimum. Lassen Sie sich nicht von dem scheinbar großen Bildwinkel verführen, einen größeren Winkel zu wählen. Besonders bei Fisheye-Bildern ist Überlappung alles. Sorgen Sie dafür, dass Sie selbst nicht mit irgendwelchen Körper- oder Ausrüstungsteilen im Bild sind, und achten Sie darauf, dass auch die Beine Ihres Stativs möglichst eng zusammenstehen.

 

Für Belichtung und Schärfe gilt das Gleiche wie für normale Panos. Machen Sie als Erstes das Zenitbild. Positionieren Sie dazu den Ausleger des Nodalpunktadapters so, dass das Objektiv nach oben zeigt. Gehen Sie in Deckung und achten Sie darauf, dass auch sonst keine neugierigen Passanten ins Bild kommen.

 

Kugelpanoramen haben aufgrund des absurden Bildwinkels ein Problem: Schatten. Wenn Sie outdoor fotografieren, müssen Sie darauf achten, dass Ihr Schatten möglichst kurz ist. Arbeiten Sie also entweder um die Mittagszeit, oder knipsen Sie die gefährdeten Bilder, auf denen Ihr Schatten ins Bild kommen würde, per Selbstauslöser und sprinten Sie während der Laufzeit des Timers aus dem Bild. Den Schatten des Stativs müssen Sie sowieso per Bildbearbeitung entfernen.

 

In Innenräumen kann es passieren, dass Licht aus Fenstern oder auch Spiegelreflexe Schatten verursachen. Gehen Sie vor dem Fotografieren auf Schattenjagd und machen Sie alle Lichtquellen ausfindig, die stören könnten. Verhängen Sie im Zweifelsfalldie Fenster für das Bild, auf dem Schatten entstehen würden.

 

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