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Fotografie - Tipps - Erotik
Die Katastrophe - Liebhaber fotografiert Geliebte
Auf den ersten Blick eine gute Idee. Ich habe kein Model, also fotografiere ich meine Geliebte oder Ehefrau.
Man erlebt das immer wieder in verschiedenen Internet-Foren, oder wenn Kunden zum Workshop kommen und begeistert ihre ersten Aktfotoversuche mit der eigenen Freundin vorzeigen. Man sieht es den Bildern an, wie blind vor Liebe der Fotograf sein muss.
Alles ist gut, solange du blind bist
Die persönliche Neigung zum geliebten Menschen vor der Kamera macht es dem Fotografen unmöglich, nüchtern und kritisch auf nicht unwesentliche Details wie Licht und Schatten, Körperhaltung und Umgebung, Belichtungszeit und Schärfeneinstellung zu achten.
Da stehen dann durchaus gut aussehende Damen im grellen Sonnenlicht, blinzeln verzweifelt gegen die Blendung an und bemerken nicht den langen Nasenschatten oder die einzig durch das Licht verursachte, unvorteilhafte Verformung ihrer eigentlich wohlgeformten Brüste.
Der Mann ist begeistert, die Frau verkauft seine Kamera, nachdem die ersten Bilder aus dem Labor geliefert wurden.
Sind alle Aktfotografen schwul?
Reden wir vom Faktor Mensch in der Aktfotografie, kommt auch die Sexualität ins Spiel und damit jede Menge Vorurteile, denn worüber nicht offen gesprochen wird, da bieten Spekulationen und Halbwissen den Nährboden für Fantasien und Gerüchte.
Oft werde ich von meist männlichen Bekannten gefragt:"Sag mal, wie machst Du das, wenn so eine sexy Frau nackt vor Dir steht?" Ich sage dann meistens nur: „Es wäre sehr unprofessionell, wenn ich ständig mit einer Erektion durchs Studio laufen würde!"
Allen, die sich Gedanken darüber machen sollten, wie es ihnen ergehen würde, kann ich Entwarnung geben: Sie sind beim Fotografieren so sehr mit Kamera, Technik, Lichtführung und Erklärungen beschäftigt, dass allenfalls der Kopf heiß wird.
Wie das funktioniert, ist dem Laien kaum zu erklären. Wenn Sie sich als Aktfotograf öffentlich zu erkennen geben, tauchen in Ihrer Umgebung schnell Fragen:
„Der hat sicher Sex mit den Models. Wenn nicht, ist er vielleicht schwul? Ich hab ja gehört, der fotografiert auch nackte Männer? Also wirklich schwul." Gerüchten beugen Sie am besten mit der Flucht nach vorne vor.
Auf keinen Fall sollten Sie versuchen, Ihre Tätigkeiten geheim zu halten. Die meisten Menschen können klassische Aktfotografie von pornografischem Schund unterscheiden und sehen nur noch selten etwas Verwerfliches darin.
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