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Fotografie - Tipps und Tricks - Formatfrage

 

Fotografieren im Hoch- und Queerformat

Beide Formate haben Ihren eigenen Reiz. In der Landschaftsfotografie wird jedoch meist das Querformat bevorzugt, da sich so mehr Elemente im Bild unterbringen lassen bzw. da so auch räumliche Weite suggeriert werden kann.

 

Das Hochformat hingegen können Sie immer dann einsetzen, wenn Sie senkrechte Linien betonen möchten, wie zum Beispiel Bäume, die hoch in den Himmel aufragen. Aber auch in der Tier- bzw. Pflanzenfotografie profitieren Ihre Bilder oft vom Hochformat, da ein Tierporträt in diesem Format intensiver wirken kann, wenn die das Tier umgebende Landschaft den Blick nicht ablenkt.

 

Das Hochformat der Kreideküste im Nationalpark Jasmund auf der Insel Rügen setzt den Akzent auf die Steine im VordergrundMöchten Sie eine blühende Pflanze ablichten, die sich an die kargen Felsen einer Steilküste krallt und dort ihr Nischendasein fristet, wird das Hochformat die Dramatik Ihrer Bildaussage steigern, denn die Höhe der Felswand unterstreicht die räumliche Ferne von der Leben spendenden Erde.


Beide Bilder entstanden fast vom gleichen Kamerastandpunkt. Bei diesem Beispiel sind beide Bilder gleich gut gelungen, nur hat sich durch das andere Format die Bildaussage geändert.

 

Oft sind diese Varianten nicht möglich, aber in manchen Situationen sollte man es einfach einmal ausprobieren.

 

 

 

 


Der Blick des Betrachters fällt hier zunächst auf den vom Wald umschlossenen Felsen, der zudem noch im Goldenen Schnitt liegtUnser Auge tendiert in erster Linie zum Querformat, es sei denn, es handelt sich um hohe und schlanke Motive, wie z. B. Bäume.

Wenn wir ein Motiv gefunden haben, prüfen wir sehr sorgfältig durch den Sucher, welches Format die bessere Entscheidung sein könnte.

 

 

 

 

Einen geeigneten Blickfang finden

Fangen Sie ihn ein, den Blickpunkt, der eine Landschaft unnachahmlich macht bzw. der ein besonderes Charakteristikum darstellt. Wenn Sie ihn gefunden haben, müssen Sie sehr sorgfältig überlegen, wie Sie diesen Blickpunkt in Ihrem Bild präsentieren möchten. Rücken Sie ihn möglichst nahe an die Linien, die den Goldenen Schnitt bestimmen, werden Sie ein ausgewogenes Resultat erzielen.

 

Aber auch bewusstes Negieren dieser Ausgewogenheit, d. h. das gewollte Platzieren des Blickfangs in der Bildmitte, kann für spannende und fesselnde Bilder sorgen, wenn Sie zum Beispiel ein Tier ablichten, das frontal auf den Betrachter des Fotos zusteuert.

 

Die Kunst dabei ist, dass man alles Unwichtige aus dem Bild ausblendet, um eine klare Bildaussage zu erzielenDer Blickfang Ihres Bildes muss nun mit anderen Komponenten, die diese Landschaft bestimmen, in harmonische Relation gesetzt werden. Nehmen Sie nicht zu viele Details mit hinzu, das verwirrt den Betrachter mehr und lenkt von Ihrem Blickfang ab.


In manchen Bildern ist es relativ einfach, einen Blickfang zu finden. Die Landschaft ist oft klar strukturiert, wie auf dem Bild aus der Toskana.

 

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