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Grundlagen Studiotechnik: Belichtung

Die wichtigsten Lichtformen

Als „Fotograf" - ein Wort, das nichts anderes bedeutet als "Lichtzeichner" - sollte man zuerst lernen, Licht zu sehen. Die nötige Kamera- und Lichttechnik kann man sich zum geübten Werkzeug machen, Licht aber muss man verstehen lernen und sehen üben..

 

 

Lowkey

 

Unterbelichtet oder Lowkey? Ein schmaler Grat zwischen Fehler und Absicht.

Als Lowkey-Bilder bezeichnet man Aufnahmen, in denen dunkle Töne vorherrschen und teilweise große Bereiche des Bildes in völligem Schwarz verschwinden - direkt übersetzt eine niedrige Aufschlüsselung der ausgeleuchteten und prägnant dargestellten Bereiche eines Bildes.
Dies ist gerade in der Aktfotografie ein beliebtes Gestaltungsmittel, weil es einerseits einen dramatischen Effekt erzeugen kann und andererseits die Möglichkeit bietet, dem Betrachter nicht gern gesehene Körperteile zu unterschlagen.

 

Man sollte allerdings eine gute Lowkey-Aufnahme nicht mit einer schlichten Unterbelichtung verwechseln, auch wenn sich mit Labortricks oder Bildbearbeitung aus unbeabsichtigten Unterbelichtungen passable Lowkey-Ergebnisse zaubern lassen. Der eigentliche Trick einer Lowkey-Aufnahme besteht im gezielt auf Konturen gerichteten Licht und einer korrekten Belichtung auf die hellsten Stellen.

 

Die Blende wird möglichst weit geschlossen (= hohe Blendenzahl ).

 

 

 

Highkey

Das Gegenteil einer Lowkey-Fotografie. Sichtbare und hell ausgeleuchtete Bereiche sind im Bildverhältnis hoch aufgeschlüsselt. Dies sollte ebenfalls nicht mit einer Überbelichtung verwechselt werden, es ist die korrekte Belichtung der dunkelsten Stellen eines Objekts. Eignet sich gut für (Akt-) Porträts, um markante Linien wie Augenbrauen, Augen und Mund zu betonen und den Rest in hellem, weißem Licht verschwimmen zu lassen. Vor allem in der Schwarzweißfotografie ist Highkey gut dazu geeignet, unreine Haut durch weiße Flächen zu vertuschen. In der Farbfotografie lassen sich damit weiche, pastellfarbene Hauttöne erzielen. Das Model wird großfl ächig und gleichmäßig verteilt beleuchtet. Die Blende wird möglichst weit geöffnet (= niedrige Blendenzahl ), um auch Überstrahlungen gestalterisch zu nutzen

 

 

Weiches Licht

Überbelichtet oder doch nur ganz viel Weiß? Das zu beurteilen fällt auch dem Profi schwer. Die Lösung des Rätsels hat wie so oft in der Fotografie auch eine Menge mit Philosophie zu tun.Weiches Licht schmeichelt. In der Natur haben wir weiches Licht, wenn der Himmel leicht verhangen ist und die Sonne hinter Wolken oder Dunst liegt.

 

Dieses Licht ist viel leichter zu handeln als hartes, direktes Sonnenlicht. Vergessen Sie also das große Vorurteil, dass Sie für gelungene Outdoor-Fotos unbedingt einen strahlenden Sommertag benötigen. Im Studio wird weiches Licht durch Diffusoren erzeugt, die vor die Lichtquelle gespannt oder gestellt werden: bei professionellen Blitzausrüstungen als Blitzkopfaufsatz, auch Softbox oder kurz Sobo genannt, aus Gestänge, dunklem Stoff zum Schattieren der Umgebung und großen weißen Flächen aus Nessel-Molton, durch die das Licht fluten kann.

 

 

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