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Fotografie Studiotechnik

High-Key Fotografie

Sehr helle Farbtöne und die daraus resultierenden hellen Tonwerte sind typische Charakteristika der High-Key Fotografie. Bei dem Gegenstück zu der Low-Key Fotografie, beherrschen hauptsächlich helle Töne, vom gedeckten Weiß bis hin zu Spitzlichtern, das Bild.

 

Oft lässt sich dieser technisch-gestalterische Stil in der Schwarzweißfotografie sowie in der modernen Werbe- und Modefotografie finden.

Aufnahmen der High-Key Fotografie verwenden meist eine sehr helle oder eine komplett weiße Fläche als Hintergrund. Das eigentliche Motiv wird durch hellfarbige oder hellgraue Farbtöne dargestellt. Im Outdoor Bereich bieten Schnee und Eis einen für die High-Key Fotografie geeigneten Hintergrund. Da dies allerdings zum Beispiel bei einem Fotoshooting mit einem Model nicht optimal ist, werden die Aufnahmen in einem entsprechenden Studio durch die Kombination von Licht der Studioblitze und dem Hintergrund aufgenommen. Der Schwerpunkt der High-Key Fotografie liegt nicht bei der Darstellung verschiedener Posen, Formen o. ä., sondern viel mehr darin kleinste Bilddetails und Hautunreinheiten bei einem Model durch das richtige Setzen der Beleuchtung zu vermindern bzw. zu unterdrücken. Aus diesem Grund eignet sich dieser Stil unter anderem besonders für die Werbe- und Modefotografie.

Beleuchtung

Voraussetzung bei einer High-Key Aufnahme ist eine gleichmäßig weiche Ausleuchtung des Motives und des Hintergrundes. Die Belichtungsmessung von dem Motiv sollte die gleichen Ergebnisse bei der Kleidung, den Gesichtstönen sowie den Haaren liefern. Harte Schatten sind bei diesem Stil nicht erwünscht, sodass ein vor dem Haupt Licht gespannter Streuschirm genutzt werden sollte. Als Faustformel kann man sagen: Der Hintergrund sollte etwa 2 Blendenstufen heller angestrahlt werden als das eigentliche Motiv. Entstehen dabei allerdings Brillanzprobleme und / oder eine zu heftigere Überstrahlung von hinten, sollte schrittweise die Leistung der Hintergrundbeleuchtung gedrosselt werden, bis der gewünschte Effekt im Bild zu sehen ist. Soll der Hintergrund nicht überstrahlt werden, reicht bei einem komplett weißen Hintergrund meistens sogar das gleiche Licht wie für den Vordergrund bzw. je nach Motiv eine Drittel Blende mehr.

Kontraste setzen

Eine High-Key Aufnahme muss nicht immer nur aus besonders hellen Tönen bestehen. Interessant ist auch der gezielte Einsatz dunkler Bereiche, um so einen Kontrapunkt zu dem eigentlichem Motiv zu setzen. Wird der Hintergrund, der je nach gewünschter Helligkeit entsprechend überbelichtet wird, flächig ausgeleuchtet und der Vordergrund mithilfe einer Schwacheren Beleuchtung belichtet, lassen sich interessante und spannende Bilder aufnehmen. Bei Porträts und Modeaufnahmen lässt sich die Helligkeit des Gesichts zum einen durch Make-up, zum anderen durch Licht beeinflussen. Durch die differenzierte Bearbeitung des Bildkontrastes anschließend in der Bildbearbeitungssoftware lässt sich das Verhältnis der hellen und dunklen Partien zueinander weiter optimieren.

 

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