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Fotografie Grundlagen

Licht messen

 Moderne Spiegelreflexkameras verfügen über eine so genannte TTL-Messung. TTL (Through the Lens) bedeutet, dass die Messung durch das Objektiv erfolgt. Somit werden auch angebrachte Filter in die Messung mit eingeschlossen. .

 

Für verschiedene Lichtsituationen gibt es unterschiedliche Belichtungssteuerungen. Diese sind die Mehrzonenmessung, die mittenbetonte Integralmessung und die Spotmessung.

TTL Messung:

1. Mehrzonenmessung (auch Matrixmessung oder Mehrfeldmessung genannt) 2. Mittenbetonte Integralmessung (auch Selektivmessung genannt) 3. Spotmessung

Die Mehrzonenmessung:

Die Mehrzonenmessung misst die Belichtung in mehreren Messzonen. Das Bild wird in unterschiedliche Segmente aufgeteilt und diese werden miteinander verglichen. Es entsteht ein Kontrastschema, welches mit den Daten aus tausenden Referenzaufnahmen die in der Kamera hinterlegt sind, verglichen wird. Die Kamera sucht sich somit die passende Belichtung aus. Bei dieser Messmethode ist jeder Autofokuspunkt mit einem Belichtungsmessfeld verknüpft. Daher sollte man die Autofokuspunkte auf das Motiv im fertigen Bildschnitt verschieben und nicht die Kamera schwenken. Das klappt in der Regel ganz gut und ist für die meisten Aufnahmen die einfachere Wahl.

Die mittenbetonte Integralmessung:

Die mittenbetonte Integralmessung hat eine stärkere Gewichtung auf die Bildmitte, welche je nach Kameramodel etwa 60 % beträgt. Dieser Bereich wird auf 18% Grau belichtet. Befindet sich ein neutrales Motiv in der Bildmitte, ist diese Messmethode sehr genau. Doch Vorsicht bei sehr hellen oder dunkeln Motiven. Eine Schneelandschaft würde nicht mehr weiß sein, sondern grau erscheinen. Hierzu muss eine Belichtungskorrektur ins Plus erfolgen. Ein schwarzer Anzug würde nicht mehr schwarz sein, sondern ebenso grau. Hier muss eine Belichtungskorrektur ins Minus erfolgen. Vor dem Schwenken der Kamera muss eine Belichtungsspeicherung gemacht werden, da sich nun die Bildmitte nicht mehr auf dem eigentlichen Objekt befindet. Beschäftigt man sich länger mit dieser Messmethode wird man feststellen, dass diese durchschaubarer ist, als die Mehrzonenmessung.

Die Spotmessung:

Die Spotmessung ist eine exakte Messmethode, welche viel Erfahrung voraussetzt. Die Gewichtung liegt mit etwa 5% Gewichtung auf der Bildmitte. Bei einigen Spiegelreflexkameras lassen sich die Autofokuspunkte mit der Spotmessung verknüpfen. Ansonsten ist diese Messung nur mit dem mittleren Messfeld möglich. Der Fotograf entscheidet welcher Teil des Motivs korrekt belichtet werden soll. Deckt der kleine Bereich einen dunklen (schwarzen) oder hellen (weißen) Bereich ab, sind ohne Belichtungskorrektur Fehlbelichtungen die Folge, da auch hier die Belichtung auf ein 18% Grau erfolgt. Ein Zwischenspeichern bei sich bewegten Objekten oder ein Übertragen der Messwerte in den manuellen Modus (bei gleich bleibenden Lichtverhältnissen) ist ratsam.

Mit Erfahrung und etwas mehr Zeitaufwand hat man mit dieser Messmethode die beste Kontrolle über das Ergebnis.


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