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Fotografie - Grundlagen: Filter für den täglichen Einsatz
Mit Filtern arbeiten
Die Qualität eines OIst es im Zeitalter der digitalen Bildbearbeitung noch erforderlich, mit Filtern zu arbeiten? Ja und Nein.
Bei Aufnahmen mit klassischem Schwarzweißfilm ist es unbedingt erforderlich, da man dann die Möglichkeiten, die der Film bietet, erst richtig ausnutzen kann. Ein klassischer Schwarzweißfilm setzt bestimmte Farben im Bild in gleichwertige Grautöne um. Somit ist keine Differenzierung der Farben mehr möglich. Durch den Einsatz von Filtern, die wiederum bestimmte Töne aufhellen oder abdunkeln, kann so ein sichtbarer Unterschied erzeugt werden.
Jedem Filter wird eine Verlängerung der Belichtungszeit zugeordnet, die abhängig von seiner Dichte ist. Diese ist jedoch nicht immer verbindlich. Der Verlängerungsfaktor wird umso größer, je mehr sich das Motiv der Komplementärfarbe des Filters annähert, und umso geringer, je gleichfarbiger es wird. Das Erkennen der in einer Aufnahmesituation einsetzbaren nützlichen Filter erfordert ein geschultes Auge. Maßgeblich ist, wie sich Farben und Helligkeitsstufen im späteren Graubild zusammensetzen
Klassische Filter und ihre Funktion
Im Bereich der Farbfilme sind gegebenenfalls Konversionsfilter erforderlich. Bei digitalen Kameras beschränkt sich die Anzahl der klassischen
nutzbaren Filter auf UV-Filter, Skylight-Filter und Filter für fluoreszierendes Licht (Neonröhren) sowie auf neutrale Grau- und Polfilter. Unerschöpflich hingegen ist die Zahl der Effekt- und Verlaufsfilter, die für alle Aufnahmeverfahren genutzt werden können. Konversionsfilter passen die vorherrschende Lichtfarbe an den verwendeten Film (Kunstlicht- oder Tageslichtfilm) an. Bei digitalen Kameras kann diese Anpassung durch den Weißabgleich ersetzt werden.
Polarisationsfilter
Nach wie vor unverzichtbar sind Polfilter (Polarisationsfilter). Sie unterscheiden sich in zwei Arten:lineare und zirkulare Polfilter. Beide erzielen dieselbe Wirkung, jedoch ermöglicht der Zirkular-Polfilter die Verwendung von kamerainternen Messmethoden. Ein Linear-Polfilter kann hier Fehlmessungen verursachen. Je nach Stellung
der Drehfassung werden nicht metallische Reflexionen gemindert oder total ausgeschaltet. Metallische Oberflächen werden dadurch in der Reflexion nicht beeinflusst. Der Filter beseitigt und wirkt zugleich als UV-Sperre. Die kontraststeigernde Wirkung verbessert zudem die Farbsättigung.
Durch Reduzierung des natürlichen Blaustichs (entstehend durch Reflexionen des Himmels auf Gegenständen im Freien) werden die Farben in einem Bild viel natürlicher wiedergegeben. Dies ist besonders bei den Grüntönen ersichtlich. Die beste Wirkung wird bei einer seitlichen Beleuchtung erzielt. Bei Gegenlicht und Rückenlicht ist die Wirkung geringer. Eine weitere Anwendung des Filters liegt in der Mikro- und Interferenzfotografie (Fotografie von Spannungsfeldern).
Ein Doppelpolfilter ist die Kombination von zwei Polfiltern, wobei einer fest und der zweite drehbar ist. Dadurch kann das sichtbare Licht stufenlos soweit reduziert werden, bis kein Licht mehr durchgelassen wird. Anwendungsbereiche sind Nachteffektaufnahmen bei Tageslicht und Aufnahmen von sehr hellen Objekten. Doppelpolfilter erzeugen einen Blaustich. Der Verlängerungsfaktor eines Polfilters variiert je nach Stellung des Filters zum einfallenden Licht. Die Wirkung des Filters ist abhängig vom Winkel des einfallenden Lichts. Eine Positionsänderung kann das Ergebnis entscheidend beeinflussen.
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