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Fotografie - Konzeption und Gestaltung

 

Motive und Bildgestaltung

Erst wenn Sie sich Gedanken darüber machen, was den Reiz eines Motivs oder einer Situation ausmacht, wie Sie den Blickfang vor seinem Hintergrund und in seiner
nächsten Umgebung zeigen möchten und welchen Bildausschnitt Sie wählen sollten, werden Ihre Schnappschüsse zu ansprechenden Fotografi en. Die Bildgestaltung ist
ein kreativer Prozess. Es gibt jedoch eine ganze Reihe von hilfreichen Gestaltungsmitteln, die sich erlernen und üben lassen und die auch von jedem Hobbyfotografen
angewendet werden können.
Die in den folgenden Abschnitten vermittelten Informationen über Bildgestaltung und -komposition dienen dazu, Ihnen den Unterschied zwischen einem Schnappschuss
und einem arrangierten und überlegten Foto nahezubringen. Sie werden sich mithilfe der hier vorgestellten Gestaltungsregeln fotografi sch entwickeln und im Laufe der Zeit feststellen, dass Ihre Fotografi e sehr viel ansprechender wird. Wenn dann daraus so viel Kreativität erwächst, dass Sie mit Motiven und Ausschnitten spielen können - umso besser.

Grundlegende Gestaltungsregeln

Wer ein Bild bewusst gestaltet, ist kreativ. Allerdings ist nicht jede Gestaltung ein kreativer Geniestreich. Im Gegenteil - die allermeisten Gestaltungsregeln lassen sich ganz einfach erlernen. Die Fotografie ist eben zu 95 % ein Handwerk. Vermutlich besteht die Fotografie aus 25 % Technik, 70 % Gestaltungsregeln und 5 % Kreativität und der Intuition des Fotografen. Er/sie erkennt ganz besondere Situationen und macht daraus hervorragende Bilder. Intuition kann man nicht vermitteln, die Technik sollte aber vorhanden sein. Befassen wir uns also mit dem gestalterischen Handwerk.

 

Motiv im Bild platzieren

Man sieht an den harten Schatten und der völlig eingefrorenen Bewegung, dass hier geblitzt wurde.Die grundlegendste Frage beim Fotografieren ist, an welcher Stelle das Hauptmotiv im Bild platziert werden soll. Meistens nimmt man sein Hauptmotiv einfach in der Mitte des Suchers/Monitors ins Visier.

Zwar gibt es durchaus Motive, bei denen Symmetrie angebracht ist, wie z. B. eine Spiegelung im Wasser. Man könnte die Schnittkante zwischen Motiv und Spiegelung in der Mitte des Bildes anordnen. Abgesehen von diesen Ausnahmen ist es aber meistens sinnvoll, zuerst einmal eine außermittige Platzierung zu versuchen, um mehr Spannung ins Bild zu bringen.


Um das mal zu testen, kann man einfach ein kleines Stillleben aus einem Tisch, einer Wand und einem Glas (Vase, Aschenbecher, Tasse etc.) arrangieren.

Nun wird das Motiv zunächst bei gleichem Kameraabstand mittig, links, rechts, etwas weiter oben und weiter unten fotografi ert. Hierbei kann man schon ansatzweise erkennen, welche Auswirkungen die Platzierung des Hauptmotivs haben kann.

 

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