Fotografie Grundlagen
Portrait-Fotografie - Teil 1
Ist der Mensch das Motiv, so wird dieser zumeist als Portrait fotografiert. Der Auslöser der Kamera ist schnell gedrückt, doch nicht immer ist ein gelungenes Portrait das Resultat.
Für ein gutes Portrait muss die Kombination zwischen Aufnahmetechnik und Inszenierung des Models stimmen. Auch darf die Chemie zwischen Fotograf und Model nicht außer Acht gelassen werden. Wenn diese nicht stimmt ist es sehr schwer ein gutes Portrait zu „schießen“.
Blickrichtung
Portraits lassen sich als Gemälde, Fotografien, Plastiken oder in zahlreichen anderen Darstellungen finden. Das Portrait soll neben der reinen körperlichen Darstellung auch den Charakter, also die Persönlichkeit, der entsprechenden Person verdeutlichen. Meistens zeigt ein Portrait das Gesicht. Dies kann im Studio unter manuell gesteuerten Lichtbedingungen aufgenommen werden, oder aber auch im Freien bei Tageslicht. Die Form dieser bildlichen Darstellung kann sehr verschiedenen sein. Ein Portrait ist jedoch nicht zwingend nur eine Gesichtsaufnahme, sondern kann auch als „Ganzfigur“, „Kniestück“, „Hüftbild“ oder in zahlreiche anderen Formen aufgenommen werden. Die Portrait-Fotografie bietet dem Fotografen und dem Model somit eine große Auswahl an Möglichkeiten für die fotografische Umsetzung an. 
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Mit Licht arbeiten
Bekannterweise ist die Fotografie das „Malen mit Licht“. Wie in vielen anderen Situationen im Leben eines Fotografen, ist das richtige Lichtsetting entscheidend. Die Beleuchtung eines Portraits ist genauso wichtig, wie der Ausdruck der entsprechenden Person. Um das fotografische Ergebnis zu optimieren, sollte das Lichtsetting den Ausdruck des Models unterstützen, um so das Bild für Betrachter noch interessanter zu gestalten.
Das ideale Portraitlicht gibt es zwar nicht, allerdings lässt sich als Faustregel festhalten, dass weiches, diffuses Licht (wie etwa durch eine Softbox) ein Portrait natürlicher wirken lässt und zudem leichter zu kontrollieren ist als hartes, gerichtetes Licht. Besonders im Studio, bei der Nutzung einer Studioblitzanlage, ist es oft nicht einfach eine natürliche Lichtstimmung zu erzeugen. Hier sind Erfahrung bei der Platzierung der Lichtquelle (und somit der Lichtrichtung) sowie bei der Art der genutzten Lichtformer gefordert. Im Gegensatz zu der Outdoor Fotografie, bei der die Beleuchtung meistens nur das Tageslicht ist, muss im Studio das Licht manuell gesteuert werden. Oft ist es hilfreich zunächst mit nur einer Lichtquelle anzufangen. Dazu kann zum Beispiel eine Octabox eingesetzt werden, die das Licht frontal von oben auf das Model richtet. So werden durch die weiche gleichmäßige Ausleuchtung störende Schlagschatten, wie etwa um die Nase herum, vermieden.
Werden nach und nach weitere Blitze eingesetzt, kann der Fotograf besonders einfach beobachten, wie durch eine Veränderung der Lichtposition das Licht und die Schatten die Wirkung des Bildes beeinflusst.

Jan Metzmacher
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