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Fotografie Grundlagen

Portrait Fotografie - Teil 2

 Portraits zu fotografieren ist oft eine Anspruchsvolle Aufgabe für einen Fotografen. Einfach die Kamera vor das eigene Auge halten, scharf stellen und auf den Auslöser drücken bringt meistens nicht mehr als einen netten Schnappschuss.

 

Für ein anspruchsvolles Portrait, muss der Fotograf im Vorfeld zunächst überlegen wie er dies inszenieren will. Dabei kommt es nicht nur auf ein ausdrucksstarkes Modell an.

Starke Schatten vermeiden

Starke Schatten stören (eigentlich) bei einem Portrait. Sofern das Fotoshooting nicht in einem Studio stattfindet, in dem das Licht manuell eingestellt werden kann und so von Haus aus eine weiche Ausleuchtung des Models gegeben ist, sollte der Fotograf bei einem harten Licht die „Schattenseite“ des Motivs aufhellen. Um dies zu realisieren wird eine reflektierende Fläche gegenüber der Lichtquelle positioniert. Dabei kann die Stärke der Reflexion unterschiedlich sein, je nachdem was als Reflektor genutzt wird. Besteht der Reflektor aus metallisiertem Gewerbe oder aus einer Folie wird die Aufhellung des Motivs stärker ausfallen, als wenn der Fotograf Styropor o. ä. nutzt.

Objektivbrennweite

Je nach gewünschtem Motiv muss die Brennweite für ein Portrait entsprechend angepasst werden. Soll eine Gesichts- bzw. Halbkörperaufnahme entstehen wird meistens eine leichte Telebrennweite im Bereich zwischen 85mm und 135mm (bezogen auf das Kleinbildformat) genutzt. So wird zum eine ein „kompakte und dichtere“ Perspektive erreicht und zum anderen ein, aus der entsprechenden Brennweite resultierender, Abstand zwischen Model und Kamera. Durch die dichtere Perspektive werden die Gesichtsproportionen vorteilhafter wiedergegeben, als bei der Nutzung von einer Weitwinkelbrennweite. Durch den gewonnenen Abstand zwischen Model und Fotograf wird zudem die persönliche Schutzzone vom Model nicht durchbrochen. Besonders für Amateurmodelle ist es oft noch ungewohnt einen unbekannten Fotografen in ihrer Nähe zu haben.

Der Hintergrund

Im Studio besteht der Hintergrund zum größten Teil aus einem einfarbigen Stoff oder Papier. Im Outdoor Bereich hingegen gibt es unendlich viele Möglichkeiten für einen Hintergrund wie zum Beispiel Bäume, Himmel, Mauern, etc. Der Hintergrund sollte allerdings grundsätzlich mit dem Model harmonieren. Der Hintergrund sollte nicht vom Model ablenken. Aus diesem Grund sollte der Hintergrund möglichst unscheinbar erscheinen. Im Freien wird durch eine Telebrennweite sowie durch eine geöffnete Blende (also kleine Blendenzahl wie z. B. f2,8) eine Unschärfe des Hintergrundes erreicht. Strukturen und Linien im Hintergrund verschwimmen durch die Unschärfe. Der Blick des Betrachters bleibt bei dem Model.


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