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High Definition Raw

Belichtungsreihen für HDR erstellen

Da die handelsüblichen Kameras von sich aus keine HDR-Bilder erzeugen können, ist es notwendig, mehrere LDR-Bilder anzufertigen, die dann von der HDR-Software in ein HDR-Bild umgerechnet werden. Diese Bilder nennt man Belichtungsreihen, da sie aus einer Reihe von Bildern bestehen, die mit unterschiedlichen Belichtungseinstellungen angefertigt wurden.

 

 

Belichtungszeit einstellen

 

BelichtungsreiheEs gibt mehrere Möglichkeiten, unterschiedlich belichtete Bilder von ein und demselben Motiv anzufertigen. Die klassische Methode ist natürlich die Variation der Belichtungszeit . Dabei wird die Blende an der Kamera fixiert und lediglich die Belichtungszeit von Bild zu
Bild geändert.

 

Es gibt Kameras, die solche Belichtungsreihen (englisch: Bracketing ) von Haus aus beherrschen. Nicht immer sind diese aber für ein HDR auch tatsächlich benutzbar.

 

 

Bei vielen Kameras sind lediglich Belichtungszeitvariationen um plus minus einen Lichtwert möglich, für HDR zu wenig, aber immerhin besser als gar nichts. Ideal sind Kameras, die fünf Belichtungen im Abstand von jeweils zwei Lichtwerten zulassen.

 

Der Abstand von zwei Lichtwerten wird plausibel, wenn man sich die Histogramme ansieht. Erst durch diesen Abstand verschiebt sich der Belichtungsabstand so signifikant, dass neue Informationen für die HDR-Erstellung zur Verfügung stehen. Größere Mengen an Belichtungen mit geringeren Abständen sorgen nicht für eine genauere oder bessere HDR-Erstellung, sondern für eine höhere Fehlerquote. Zudem steigt der Anteil der Mitteltöne im Vergleich zu den Tönen am unteren und oberen Rand, da ja bei jeder neuen Belichtung die bisherigen Mitteltöne nochmals abgelichtet werden - und zwar in einem Bereich, der als korrekt durchgehen kann.

 

Belichtungsreihe ErstellenDie Software hat also das Problem, zu entscheiden, welche der im Zweifelsfall drei oder vier Belichtungen der Mitteltöne nun korrekt ist oder eben nicht.

 

Hat die Kamera die entsprechende Funktion nicht, wird es etwas schwieriger. In diesem Fall muss die Belichtungszeit von Hand eingestellt werden. Das Problem ist dabei nicht etwa, die Belichtungszeit zu verstellen, sondern die Kamera möglichst nicht dabei zu bewegen. Freihand-HDRs sind mit solchen Kameras nicht möglich.

 

Ein gutes Stativ ist Pflicht
Dies führt zur nächsten Voraussetzung für gute HDRs: ein gutes Stativ . Photomatix Pro kommt zwar auch mit gewissen Differenzen in den Bildern zurecht und kann sie ausgleichen, trotzdem ist dies immer mit Schärfeverlust in den Details verbunden. Selbst die schnellsten
Kameras benötigen für eine Belichtungsreihe mit 5 Bildern und jeweils 2 Lichtwerten Abstand etwa eine Sekunde - das ist aus der Hand nicht mehr wackelfrei zu halten, selbst wenn man die längeren Belichtungszeiten um 1/8 Sekunde oder noch länger vielleicht dank interner Stabilisatoren noch bewältigen kann.

 

Ein Stativ zeichnet sich dadurch aus, dass es die Kamera stabilisiert. Sparen Sie also nicht daran. Schwere Stative haben den Vorteil, auch bei Wind stabil zu stehen und bei Manipulationen an der Kamera nicht nachzuschwingen.

Belichtungsreihe erstellen

 

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