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Fotografie - Grundlagen: Objektive im Einsatz

Basiswissen Objektive

Objektive sind das wichtigste Zubehör zu jeder Kamera. Während Kompaktkameras im Allgemeinen mit nur einem fest eingebauten Objektiv versehen sind, verfügen andere Kameras über die Möglichkeit, Objektive auszuwechseln (Kameras mit Wechselobjektiven).

Die Qualität eines Objektivs bezüglich seiner Linsen und der Bauart ist entscheidend für die Abbildung auf Film oder Sensor. Jedes Objektiv liefert ein auf das Film- oder Sensorformat abgestimmtes, scharfes und möglichst gleichmäßiges helles Licht. Da im Randbereich jedes Objektivs Unschärfen, Verzerrungen und Vignettierungen auftreten können, wird aus dem Zentrum der kreisförmigen Abbildung immer nur ein begrenzter Bildbereich genutzt...

Normal, Weitwinkel, Tele und Zoom

Ein Teleobjektiv mit VR-Einheit, schematisch dargestellt.Hier finden Sie die wichtigsten Objektivtypen vorgestellt: Normalobjektive sind für Kameras im Kleinbildformat oder mit dem FX-Sensor entsprechend einer Brennweite von 50 mm gedacht.
Weitwinkelobjektive nutzen einen größeren Abbildungswinkel als die Normalbrennweite. Teleobjektive nutzen alle Brennweiten, die über der Normalbrennweite liegen. Zoomobjektive gibt es in unterschiedlichen Brennweitenbereichen - als Weitwinkelzoom, Allroundzoom und Telezoom.

 

Bei einigen Modellen variiert die Lichtstärke (max. Blendenöffnung) je nach eingestellter Brennweite. Einige Modelle verfügen auch über eine feste Anfangsöffnung (Lichtstärke). Last, but not least gibt es auch noch Festbrennweiten. Das sind Objektive mit unterschiedlichen Brennweiten, vom Weitwinkel bis zum extremen Tele, und verschiedenen Lichtstärken (Anfangsöffnungen der Blende).
Je größer die maximale Blendenöffnung ist, desto hochpreisiger sind die Objektive.


Teleobjektiv mit VR-Einheit

Durch eine besonders konstruierte Linseneinheit innerhalb des Objektivs, die Vibrationen ausgleichen
kann, werden bei diesem Objektiv Aufnahmen aus der Hand mit längeren Belichtungszeiten ermöglicht. Dabei sind bis zu vier Blendenstufen zu gewinnen. Diese Technologie wird zunehmend bei Teleobjektiven eingesetzt, da durch den geringen Bildausschnitt die Verwacklungsgefahr
zunimmt.

 

Makroobjektive

Makroobjektive sind mit Brennweiten zwischen 60 und 200 mm erhältlich. Makroobjektive sind, je nach Typ, bis zu einem Abbildungsmaßstab von 1:1 ohne weiteres Zubehör scharfstellbar und erzielen dabei eine gute Wiedergabequalität. Auch bei einer weiteren Auszugsverlängerung sind sie deutlich besser als übliche Objektive. Zudem verfügen Makroobjektive über eine kleinere minimal Blendenöffnung (Blende 32 oder 45). Dies ist im Nahbereich besonders wichtig, da mit zunehmender Verringerung des Aufnahmeabstands die Schärfentiefe ebenfalls stark abnimmt. Schärfentiefe oder auch Tiefenschärfe bezeichnet den Bereich, der innerhalb eines Bilds in Bezug auf den dargestellten Abstand noch als scharf wahrgenommen wird.

Der freie Arbeitsabstand

Wichtig bei der Angabe der technischen Informationen ist auch der sogenannte freie Arbeitsabstand, der die Entfernung von der Frontlinse bis zur Einstellebene bezeichnet. Zur Erleichterung der Lichtführung ist ein möglichst großer, freier Arbeitsabstand wünschenswert. Um qualitativ hochwertige Aufnahmen von Abbildungen im Maßstab über 2:1 zu erreichen, ist die Verwendung von speziellen Lupenobjektiven zu
empfehlen.

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