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Fotografie Studiotechnik

Blitzsynchronzeit

Die Blitzsynchronzeit – oder die Highspeedsynchronisierung – gibt die kürzeste Verschlusszeit an, die bei dem Auslösen von Blitzen eingestellt werden sollte. Bei einer modernen Spiegelreflexkamera liegt diese Zeit bei etwa 1/250 bis 1/320 Sekunden.

 

Bis zu dieser Zeit legt der Verschluss den Sensor komplett frei und ermöglicht so dem Blitz das gesamte Foto zu beleuchten. So steuern Sie den Lichteinfall im Detail.

Funktionsweise

Oftmals möchte man in der Portraitfotografie das Model sauber vom Hintergrund trennen. In der Regel stellen Sie dazu die Kamera auf Zeitautomatik und wählen eine offene Blende (zum Beispiel Blende 2,8). Durch die geöffnete Blende trifft mehr Licht auf den Sensor und somit wird die Kamera eine passende kurze Verschlusszeit wählen. Diese Zeit könnte etwa 1/2000 Sekunden betragen. Um solch kurze Zeiten zu ermöglichen, verwenden die Hersteller einen Schlitzverschluss, der aus Lamellen besteht. Diese Lamellen nennt man Verschlussvorhänge. Beim Auslösen der Kamera (mit Verschlusszeiten welche die Synchronzeit nicht überschreiten) fährt der erste Verschlussvorhang nach oben und legt den Sensor frei und zum beenden der Belichtung fährt der zweite Verschlussvorhang nach oben und deckt den Sensor wieder ab. Danach fahren beide Vorhänge ineinander geschlossen wieder nach unten in die Ausgangsposition. Sind die Verschlusszeiten kürzer als die Synchronzeit, dann läuft das wie folgt ab: Beim Auslösen fährt der erste Verschlussvorhang nach oben. Bevor dieser oben angekommen ist, folgt der zweite Vorhang. Dadurch entsteht ein Schlitz der über den gesamten Sensor fährt. Je kürzer die Zeit, desto schmaler werden die Schlitze.

Keine Synchronisierung

Der Sensor liegt somit nicht mehr komplett frei und daher ist eine Synchronisierung mit dem Blitzlicht nicht mehr möglich. Das Foto hätte dunkle und helle Streifen.

Warnung

Bei Zeiten, die kürzer sind als die Blitzsynchronzeit, warnt die Kamera im Sucher durch Blinken der Verschlusszeit. Diese Warnung bedeutet, dass Sie den Aufsteckblitz auf Highspeedsynchronisierung umschalten müssen. Somit wird das Blitzlicht durch Blitzpulse in eine Art Dauerlicht verwandelt, welches etwa 1/100 Sekunden lange leuchtet. Mit dem bloßen Auge ist das nicht wahrnehmbar und daher sieht das immer noch wie ein ganz normaler Blitz aus. Durch die lange Leuchtdauer des Blitzes wird gewährleistet, dass während der Zeit, in welcher der Schlitz über den Sensor fährt, dass komplette Bildfenster korrekt beleuchtet wird.

Der einzigste Nachteil dabei: „Die Reichweite des Blitzes lässt durch die Blitzpulse nach“. Durch Erhöhen der ISO-Zahl an der Kamera kann man die Reichweite des Blitzes wieder verbessern.

 

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