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Aktfotografie: Tipps und Tricks im Studio

Eine ganz besondere Herausforderung - nicht nur für Aktfotografen - ist die Arbeit mit einem dunkelhäutigen Model. Hier muss man sich von Anfang an darüber im Klaren sein, was man erreichen will.

 

Black in Black

Die übliche Porträtausleuchtung und Belichtung kann schnell ins Auge gehen und verständlicherweise zu unterbelichteten Ergebnissen führen. Reizvoll sind Arbeiten im Lowkey-Bereich, die mit einem farbigen Model besondere Tiefen erreichen können.

Aufbau
Das Licht wird wieder als Zangenbeleuchtung aufgestellt, also gleichmäßig verteiltes, von rechts und links gerichtetes Licht. In diesem Fallwird das Model stehend fotografiert.

 

Dunkelhäutiges ModellPosing
Hier gilt es besonders, Licht zu sehen. Der Fotograf muss sich vorstellen können, welches
Licht noch abgebildet wird und welches Licht zu schwach ist, um auf dem Bild gesehen zu werden.

Die Wahrnehmung des menschlichen Auges unterscheidet sich stark von dem weit geringeren Blendenumfang einer Fotografie, egal ob auf Film belichtet oder digital.


Für das Licht gilt „Einfallswinkel ist gleich Ausfallswinkel".
Damit beispielsweise das Gesicht nicht völlig in Schwarze versinkt, sollte der Kopf so gedreht sein, dass im Profil helle Konturen abgebildet werden.


Gefahr
Weite Bereiche des Models können zu dunkel abgelichtet werden. Eine Belichtungsmessung kann falsche Ergebnisse liefern. Will man ein gutes Lowkey-Ergebnis erreichen, unbedingt auf die hellen Konturen messen.

 

 

 

 

Black in Color

Hier wurde wieder der Glitzervorhang verwenden, diesmal nur im Hintergrund, allerdings nah am Model und noch im Schärfebereich. Man kann einige Reflexionen des Vorhangs am Boden erkennen.

 

Black in Color

Aufbau

Das Licht wurde wie folgt aufgestellt: Große Softbox rechts vom Model als Hauptlicht.
Ein blauer Strahler von der linken Seite für die blauen Konturen auf der Haut. Der orange eingefärbte Strahler steht rechts hinten im Hintergrund und strahlt schräg auf das Model.

Posing
Das Model kniet vor dem Vorhang. Licht und Pose sind so gewählt, dass der Schambereich nur als dunkler Schatten abgebildet wird. Würde sich das Model nach hinten legen und die Beine
gespreizt lassen, würde mehr Licht zwischen die Beine fallen, und wir hätten ein FSK-18-Bild. An dieser Serie mit den drei Bildern kann man wunderschön demonstrieren, was eine kleine Bewegung ausmachen kann:
Im linken Bild ist das Model weiter nach links gewandt, wodurch mehr vom blauen Licht auf das Gesicht und den Körper fallen kann. Das Blau überwiegt in der Kontur, das Bild wirkt kühl. Im mittleren Bild herrscht beinahe Symmetrie, die Farben sind ausgewogen verteilt, das Model wird plastisch abgebildet und wirkt freundlich. Das rechte Bild wirkt warm und verträumt, zum einen durch den Blick nach unten mit niedergeschlagenen Augenlidern, zum anderen durch die warmen Farben auf dem Gesicht.

 

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