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Fotografie Studiotechnik
Potraitfotografie mit einem Blitz
Um ein schönes Portrait zu fotografieren reicht tatsächlich ein einzelner Blitz aus. Viele Fotos aus Zeitschriften oder der Werbung werden so fotografiert. Der Vorteil liegt darin, dass man sich nur auf eine einzige Lichtquelle konzentrieren muss.
Gerade am Anfang der Portraitfotografie wird so der Einstieg in den großen Bereich der Lichtführung erleichtert. Außerdem halten sich dann die Investition in Grenzen.
Lichtführung
Hier sehen Sie ein Portrait, das mit einer weichen Lichtquelle ausgeleuchtet wurde. Eine Ocatform 120cm kam dabei zum Einsatz. Die große Lichtquelle umfließt das Model, so dass nur weiche und sanfte Schatten entstehen.

Fältchen und Hautstörungen sind mit dieser Ausleuchtung kaum sichtbar. Je näher die Lichtquelle an dem Model steht, desto weicher wird das Licht. Je weiter weg die Lichtquelle also positioniert wird, umso härter wird demnach das Licht. Das bedeutet, dass die Schattenbildung zu nimmt und das Gesicht markanter wird. Das folgende Bild zeigt den Lichtaufbau.

Der Blitz steht etwa 45 Grad links vom Model und der Abstand Blitz zu Model beträgt etwa 70 cm. Bei solch einem kurzen Abstand ist es wichtig, dass sich das Model während der Aufnahmen nicht zu oder weiter weg vom Blitz bewegt, da sonst mehr oder weniger Licht auf das Model trifft. Die Aufnahmen würden so entweder über- oder unterbelichtet werden. Um die rechte Seite vom Model leicht aufzuhellen, wird oftmals ein Aufheller eingesetzt. Das kann ein Reflektor sein oder wie hier zu sehen eine weiße Styroporwand. Styropor bekommt man im Baumarkt für wenig Geld und die einzelnen Platten lassen sich einfach mit Styroporkleber miteinander verbinden. Das ganze mit Winkel auf eine Holzbrett montiert und die Wand bleibt stehen. Wer mag, kann unter dieser Wand noch 4 Rädchen montieren, damit sich die Konstruktion einfach verschieben lässt. Die Gesamtkosten betragen dann etwa 20,00 Euro. Ein weiteres Beispiel mit einem anderen Lichtformer. Hier wurde ein 7 Zoll Normalreflektor verwendet, der ein recht hartes Licht generiert. Dies kann man deutlich an der kräftigen Schattenbildung erkennen. Nur durch aufsetzten eines anderen Lichtformers erhalten Sie so eine ganz andere Lichtstimmung. Das »Making of« zeigt den Lichtaufbau:

Der Blitz steht links vom Model in einer Höhe von etwa 2,80 Meter. Die durch das harte Licht entstehenden Schatten können Sie als Stilmittel einsetzen und sich mittels Aufheller etwas reduzieren. Damit die schwarzen Haare und die dunkel Jacke sich noch etwas mehr von dem dunklen Hintergrund abtrennen, stellen wir rechts vom Model einen Aufheller auf, der etwas Licht auf das Model zurückwirft. Je näher der Aufheller beim Model steht, desto deutlicher wird die Abtrennung. Ein weiteres Beispiel mit Licht von oben:

Hier wurde eine 60 x 120 Softbox verwendet mit Louvers. Ein Louver ist ein Einsatz, der einer Wabe ähnelt und die Streuung des Lichtes weiter eingrenzt. Durch die große Lichtquelle ist die Schattenbildung hierbei etwas sanfter, als im Bild zuvor. Das »Making of« zeigt wieder den Lichtaufbau:

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