Bildarchive
Gute Stockanbieter für Ihre Collagen
Jeder Fotograf erstellt sich nach einiger Zeit ein großes Bildarchiv. Werden öfters anspruchsvolle Collagen gestaltet, kann es trotzdem sein, dass ein bestimmtes Motiv fehlt. Hier helfen die Stockanbieter aus. Es gibt Online-Archive, die kostenlos Fotomaterial zum Download anbieten Andere bieten weitaus professionellere Aufnahmen für wenig Geld. Immer müssen Sie die Lizenzen beachten. Wir stellen die wichtigsten Stockanbieter für Ihre Projekte vor. Diese sind natürlich auch interessant, um eigene Fotos anzubieten, um Geld zu verdienen.
stock.xchng
Der Name des Bildarchivs stock.xchng steht für Stock Exchange, also dem Austausch von Bildmaterial. Hier können Sie sogar brauchbare Businessfotos entdecken, was Sie bei anderen semi-professionellen Bildarchiven recht selten finden werden. Ein Weblog und einige Tutorials runden das Angebot noch ab.
Mit seiner gut gefüllten Datenbank und weit über 30.000 beteiligten Fotografen gehört stock.xchng zu den größeren Kalibern seiner Art. Die Betreiber sehen ihren Service eher als Community, denn als reinen Fotoaustauschstelle an, was durch ein Forum, einem Blog und den Tutorialsunterstrichen wird. Bei der riesigen Fotosammlung von 390.000 Bildern freuen Sie sich über die gut kategorisierten Inhalte, wobei jede Kategorie noch Unterkategorien enthält.
Auch einige Top-Listen, wie etwa Highest Rated Images laden zum Stöbern ein. Die erweiterte Suchfunktion bietet auch die Eingrenzung nach Zeitraum, Bildgröße und Fotograf an, was leider noch nicht selbstverständlich ist. Die Bildqualität ist überraschend gut, vor allem wenn Sie den günstigen Preis beachten.

Photocase
Photocase ist laut Eigenaussage die Plattform für Fotos, die anders sind. Mit angeschnittenen Motiven und ungewöhnlichen Perspektiven. Die Überschrift »Trendig« könnte hierzu gut passen. Das Archiv des deutschsprachigen Angebots ist durchwachsen. Von guter bis schlechter Bildqualität.
Photocase sieht sich selbst als Plattform für die lebensnahe, ehrliche Fotografie. Wer dieses Bildarchiv durchforstet wird sehen, dass dieser Ansatz zu einigen skurrilen Ergebnissen führt. So präsentiert die Suche nach "Frau" Fotos, die von "eben mal die Freundin fotografiert" bis hin zu ganz trendigen und ordentlich aufgenommenen Fotos reichen. Trotzdem kommt einem hier der Begriff Grunge in den Sinn.
Um den coolen Inhalten gerecht zu werden, geht Photocase auch bei der Kategorisierung einen anderen Weg. Statt Strukturen vorzugeben lässt man lieber den Anwender sammeln, was jedem Besucher als öffentliche Lightbox präsentiert wird. Diese bieten zumeist Themen bezogene Zusammenstellungen an, mit verblüffend guter Qualität. So entdecken Sie relativ schnell die Perlen im Archiv. Ein Forum, die Vorstellung von Fotografen und die Sucheingrenzung nach Farben runden das Angebot ab.
Den Spaß- und Coolness-Faktor sollte spätestens bei den Lizenzen beiseite gelassen werden, doch auch da gibt sich Photocase erfreulich unkompliziert. Ob bei kommerzieller oder nichtkommerzieller Nutzung, als Bestandteil von eigenständigen grafischen Werken oder in einem redaktionellen Rahmen: Alles ist erlaubt. Wenn an die Urheber- und Quellennennung bei Fotos gedacht wird.
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Bei der Verwendung des Fotos soll im Impressum oder am Bild der Fotograf mit Name (oder mit seinem Benutzernamen) unter Hinweis auf Photocase genannt werden. Online muss dieser Hinweis auf Photocase verlinken. Ein Foto wird mit so genannten Downloadcredits bezahlt. Diese können gekauft oder verdient werden, etwa durch einen eigenen Bildupload.

Fotolia
Fotolia bietet über 7.400.000 Fotos und Illustrationen, sowie über 450.000 Vektoren an. Die Qualität der Bilder wird schon dadurch gewährleistet, das Fotolia strenge Vorgaben bei der Qualität, Bild- und Dateigröße macht. Nach der Suche nach einem Stichwort lässt sich diese noch weiter Eingrenzen. Dazu bietet die Website auf der linken Seite ein Formular an, in dem Sie etwa die Art auf Fotos, Illustrationen, Vektoren oder Videos einschränken, die Ausrichtung festlegen oder die Größe bestimmen. So kommen Sie weitaus schneller zum Ziel.
Die Preise für ein Foto variieren stark. Die günstigste Variante kostet 2,00 Euro, bietet aber nur 424 x 283 Pixel bei 72 dpi an. Die teuerste Variante kostet schon 14,00 Euro, dafür erhalten Sie aber auch 5616 x 3744 Pixel bei 300 dpi. Auf einen Nenner gebracht: Für mehr Geld erhalten Sie auch ein mehr in der Qualität. Die Bilder bezahlen Sie mit Credits, die Sie zuvor vom Anbieter gekauft haben. Ein Credit kostet einen Euro.
Weitaus günstiger wird es, wenn Sie ein Abonnement abschließen. Dieses können Sie an Ihre Bedürfnisse anpassen. So kosten Fotos nur noch 0,14 bis 0,50 Euro. Allerdings gibt es einen sehr kleinen Haken. Es stehen nur JPEG-Bilder in L, also der Größe 1865 x 1984 bei 300 dpi, zum Download bereit. Dieses Format sollte jedoch den meisten Ansprüchen genügen. Auch ist der Download pro Tag eingeschränkt, wobei da die kleinste Anzahl schon 25 Bilder sind. Eine interessante Alternative also, die Sie für einen, drei oder sechs Monate buchen, oder sofort für ein ganzes Jahr.

Die Blende
Das Bildarchiv mit der schönen Adresse dieblen.de bietet nach dem Stöbern über die Suchfunktion, den Kategorien oder dem eigenen Leuchtkasten einen Download ohne Anmeldung an. Allerdings möchten die Betreiber bei der kommerziellen Nutzung eine kurze Information und ein Belegexemplar erhalten.
Kommt das ausgewählte Bildmaterial nur privat oder bei nicht kommerziellen Projekten zum Einsatz, ist die Nutzung grundsätzlich kostenlos. Bei der kommerziellen Verwendung unterscheiden die Betreiber von dieblen.de zwischen der Print-, Layout- und Multimedia-Nutzung. Pflicht ist es in allen Bereichen, die Betreiber zu informieren und wenn möglich ein Belegexemplar zukommen zu lassen.
Allen Bildarchiven ist gemein, dass sie die Weitergabe verbieten, was sich nicht nur auf den reinen Download bezieht, sondern auch darauf, dass das Bildmaterial nicht “unterlizenziert, weiterverkauft oder anderweitig zur Verwendung oder Verteilung zur Verfügung gestellt werden” darf. Auch das die Website im Impressum als Urheber der verwendeten Bilder genannt werden soll, ist gängige Praxis.
Zugriff erhält der Besucher über die Kategorien, die von Cars, Flora, Food und Objekte über Strukturen, Toys, Urban und Zuhause reichen, oder über die leider sehr grobe Suchfunktion, die sich nur auf einzelne Kategorien einschränken lässt. Die Ergebnisse der Suche sind recht durchwachsen und vieles könnte auch eben selbst fotografiert werden, wenn denn das gewünschte Motiv erreichbar ist.

StockXpert
Der grosse Bruder von stock.xchng ist stockxpert. Vom gleichen Unternehmen angeboten gibt es hier allerdings keine kostenlosen Fotos, dafür jedoch für wenig Geld qualitativ hochwertiges Bildmaterial. Über 4.000.000 Fotos stehen zum Download bereit. Die Staffelung der Qualität reicht von XS, was für eine Webauflösung mit 72 dpi steht, bis XXL, womit praktisch auch Poster gedruckt werden können. Die Preisspanne reicht dabei von 0,75 Euro bis zu 12 Euro.
Nach der Registrierung und dem Kauf von Credits über PayPal oder einer Kreditkarte lohnt sich die Suche wirklich, denn das gebotene Bildmaterial ist sehr hochwertig. Sie könnten zunächst nach einem Stichwort suchen, oder die Suche auf eine Kategorie, Farbe, Fotografen, Qualität oder auch die Position eines Elements im Bild eingrenzen. Um gefundenes Bildmaterial für den späteren Download abzulegen, bieten sich eine themenbezogene Lightbox an. Sie können auch direkt nach einer Lightbox anderer Anwender suchen, was oftmals sehr schnell zu einem passenden Bild führt.
Auch der Service von Stockxpert wird seinem Namen gerecht. Bei Problemen erhalten Sie innerhalb von 24 Stunden eine Antwort. Derzeit stehen die Sprachen Englisch, Deutsch, Spanisch, Französisch und fünf weitere Sprachen zur Verfügung. So erfolgt die Kommunikation selbst international problemlos.


Dirk Metzmacher
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