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High Dynamic Range Imaging
Belichtungsreihen für HDR-Bilder erstellen
Eine Belichtungsreihe sollte, um optimale Ergebnisse zu erzielen, den tatsächlichen Kontrast-umfang einer Szene komplett abdecken. Das bedeutet, auf den hellsten Bildern sollten die De-tails in den tiefen Schatten erkennbar sein, die Lichter fressen hierbei natürlich komplett aus. Auf den dunkelsten Bildern der Reihe sind dagegen die Details in den Lichtern perfekt erfasst.
Manuelles Bracketing
Für perfektes Ausgangsmaterial werden Sie die Belichtungsreihe in den meisten Fällen manuell steuern und mehr als die oben vorgeschlagenen drei Aufnahmen machen müssen. Das bedeu-tet, Sie müssen die Kamera im manuellen Modus betreiben, die Belichtungswerte Blende und Verschlusszeit selbst festlegen und schrittweise verändern, um den gesamten Kontrastumfang abzubilden. Drei Faktoren sind für die professionelle Erzeugung eines HDR-Bildes besonders wichtig:
- Damit die Einzelbilder möglichst exakt übereinstimmen, sollten Sie auf jeden Fall mit einem Stativ fotografieren.
- Bei der Belichtungsreihe muss die Blende gleich bleiben, während die Verschlusszeit variiert wird. Die Veränderung der Blende würde zu unterschiedlicher Schärfentiefe in den Bildern führen, was das Resultat verschwimmen ließe.
- Die Aufnahmen der Belichtungsreihe müssen deutlich unterschiedlich belichtet sein, um den tatsächlichen Dynamikumfang einer Szene komplett zu erfassen. Fotografieren Sie am bes-ten mit Unterschieden von 2 LW (Lichtwerten) bzw. EV (Exposure Value).
Bildgestaltung und Probeaufnahmen
Wenn Sie vor einem Motiv mit großem Tonwertumfang stehen, das Sie gern als HDR-Aufnahme sehen möchten, bauen Sie zunächst Ihre Kamera samt Stativ im Sinne guter Bildgestaltung auf.
Wählen Sie den richtigen Bildausschnitt und machen Sie zunächst eine Probeaufnahme mit den von der Kamera ermittelten Belichtungswerten, bevor Sie die Belichtungsreihe schießen.
Oft sieht man HDR-Bilder, deren Kontrastumfang zwar beeindruckt, die aber wegen mangelhafter Gestaltung dann doch wieder nur Massenware sind.
Blende und Verschlusszeit wählen
Fotografieren Sie am besten mit dem manuellen Belichtungsprogramm und stellen Sie die für die gewünschte Schärfentiefe notwendige Blende ein, idealerweise wählen Sie den Blendenwert möglichst groß.
Achten Sie darauf, dass der Blendenwert nun nicht mehr verändert wird.
Wählen Sie entsprechend der Belichtungsstufenanzeige im Display oder auf dem Monitor eine passende Verschlusszeit.
Kontrollieren Sie die Probeaufnahme auf dem Display und verwenden Sie das von den meisten Digitalkameras angebotene Histogramm zur Kontrolle der Tonwertverteilung.
Ob Ihre Kamera ein Histogramm einblenden kann, steht im Handbuch.
Starten der Belichtungsreihe
Haben Sie die Blende-Verschlusszeit-Kombination gefunden, die die mittleren Tonwerte perfekt erfasst, starten Sie nun eine Belichtungsreihe.
Je nach Tonwertumfang des Motivs sind ca. drei bis sechs Variationen mit unterschiedlichen Verschlusszeiten nötig, um das gesamte Tonwertspektrum von den dunkelsten bis zu den hellsten Bereichen zu erfassen.
Fotografieren Sie in Intervallen von jeweils zwei Belichtungsschritten (2 EV).
Beginnen Sie also z. B. mit 1/2 sek und erhöhen Sie die Verschlusszeit dann auf 1/8 sek, 1/30 sek, 1/125 sek etc.
Wer es besonders genau nimmt, arbeitet mit Intervallen von einem Belichtungsschritt (1 EV), muss dann aber auch doppelt so viele Bilder schießen und verarbeiten.
In der Regel sind so kleine Intervalle nicht notwendig.
Kontrollieren Sie das hellste bzw. das dunkelste der Bilder auf dem Display. Im hellsten Bild (längste Verschlusszeit) müssen die dunkelsten Motivteile perfekt belichtet sein, im dunkelsten Bild (kürzeste Verschlusszeit) müssen die hellsten Bildstellen korrekt gezeigt werden. Bei der Kontrolle hilft auch wieder das Histogramm.
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